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Grenzflächen-Chemie, Tensidchemie

Treffen stark unterschiedliche Systeme an
Grenzen aufeinander, so kommt es zu
Spannungen. Und manchmal – wie damals an
unserem Standort Berlin – haben Veränderungen
an Grenzen große Wirkung.
Ähnliches gilt für Grenzflächen zwischen
physikalisch-chemischen Systemen, z.B.
zwischen Luft und Wasser. Dank der entstehenden
Grenzflächenspannung trägt die
Wasseroberfläche den Wasserläufer, bleibt die
Schaumkrone im Bierglas stabil.
Gewisse Substanzen, sog. Tenside, verändern diese
Spannung. Ihre Wirkung ist oft spektakulär: Nicht-mischbare
Flüssigkeiten vermengen sich zu Emulsionen, fettiger
Schmutz löst sich plötzlich in Wasser, Wasser rinnt ohne
Tropfenbildung ab…
Zahllose Produkte des täglichen Gebrauchs – Waschmittel,
Weichspüler, Shampoos, Kosmetika, Zahnpasten– kommen ohne Tenside nicht aus, manches industrielle
Verfahren wäre ohne die Tensidchemie nicht möglich oder viel zu teuer.
Nicht von ungefähr gelten Tenside als „fleißige Verbindungen“. |


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